Willkommen im Cabaret Voltaire

An die Menschen, die Kunst lieben, Kunst machen, sie unterstützen und Kunst als Teil ihres Lebens sehen.

Mein erster Blog-Eintrag.

Akt 1 – Die Exposition

Jennifer von Schuckmann, 26 Jahre, Filmemacherin von Berufung.

Schon seit ich klein bin, wollte ich immer nur Künstlerin sein. So fangen wohl fast alle Künstler-Biografien an, und setzten sich mit Schmerz und Leid, Angst, Mobbing, einer schweren Pubertät, der Suche nach einem Platz in dieser Welt fort. Es ist wirklich schwer sich selbst Künstler zu nennen, denn es klingt doch gleich schon ein bisschen snobistisch und ja, irgendwie brotlos. Für mich gibt es keinen anderen „Job“, den ich ein Leben lang machen wollen würde, der mich wirklich zufrieden machen würde, außer diesem. Ich war versuchsweise schon vieles: Kellnerin, Mamsell, Kinderbetreuungstante, DJane, Musical-Star in Spe, Pädagogin, Kunstwissenschaftlerin, Japanologin, Projektionistin und was weiß ich noch. Alle diese Jobs sind auf ihre weise richtig und gut gewesen und haben mich im Leben weitergebracht, nur fand ich dort nichtwirklich was ich gesucht habe.

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Schon seit ich denken kann, denke ich zu viel.

Es gibt Stimmen in meinem Kopf, eigene, fremde, laute, leise, kreisende und abrupt stoppende. Ich erinnere mich, dass ich als Kind im Bett lag, zur Decke schauend und mich vor der Welt fürchtend, vor dem Lebendig-sein, vor dem Tod-sein. Nur ein Gedanke holte mich immer wieder aus dem ständigen Wirbel: ~Eines Tages wirst du mal etwas tun, dass den Menschen gefällt. Eines Tages werden die Leute lieben was du tust.~ Ich knuddelte eines meiner 10.000 Stofftiere und schlief in diesen Gedanken gehüllt, ein.comic

Das Mädchen, dass damals zeichnete wie eine Besessene, seit sie mit ihrem ersten festen Griff einen Stift in die Hand nehmen könnte, ist heute Filmemacherin geworden.

Mit sechs Jahren sah ich zum ersten Mal Tim Burton’s Nightmare Before Christmas. Ich liebte den Film von Anfang an. Ich liebte seine Magie, seine Zaubertricks. Ich liebte seine Reduzierung auf die wichtigen Momente, auf den roten Faden. Mein Leben sollte auch so ablaufen. Perfektes Timing, keine überflüssigen Szenen, ein super Soundtrack. Und dann sollte 20 Jahre später das Projekt kommen.

CABARET VOLTAIRE

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Mein erster, richtig ernst gemeinter Kurzfilm ist abgedreht und die Entwicklung, die das Projekt innerhalb eines Jahres genommen hat, ist unglaublich. Während der Postproduktion, meistens waren es um die 12 Stunden Arbeit am Tag (planen, koordinieren, Mails schreiben, Departements verknüpfen, mich mit dem Team treffen und skypen) kam mir alles immer recht unreal vor. Das Projekt existierte auf dem Papier, in der Dropbox, doch so richtig vorstellen konnte ich es mir noch nicht. Dabei war es schon real und das ist alleine den Leuten zu verdanken, die ihre Kreativität, ihre Arbeit, ihren Verstand und ihren Körper in der Produktion in das Projekt gesteckt haben.

Das CABARET VOLTAIRE ist Wirklichkeit geworden und es ist ein unglaubliches Gefühl als Filmemacherin zu wissen, dass das Baby endlich auf der Welt ist. Ich erinnere mich noch gut an seine Entstehung. Süße kleine Skizzen, die ich in eins meiner Skizzenbücher kritzelte. Ich zeigte sie meinen Freunden.

„Mathias, schau mal so ne fixe Idee von mir. Ein Marionetten-Messerwerfer, der von seinen Schnüren los geschnitten wird. Die Messer sind seine Rettung vor der Unmündigkeit und seine Waffe…blablabla…Willst du ihn eines Tages spielen?“

„Ja, geil, Jenny.“

MarionettenMesserwerfer

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UN-BE-GREIF-LICH.

Und ich sage euch: Wir haben großartige Arbeit geschaffen. Jeder im Team hat seine Liebe dazu gegeben. Jeder wollte, dass es perfekt wird. Unser Baby ist wirklich wunderschön geworden. Das kann ich schon jetzt sagen, obwohl sich das Material noch im Tabula Rasa Zustand befindet.

Die einzelnen Teile unseres Babys müssen jetzt zusammen getragen werden, es folgt eine Beschneidung, die aber, keine Angst, nicht schmerzhaft sein, sondern dem Baby den richtigen Schneid verleihen wird. Zuletzt noch ein wenig Make-up, ein bisschen Farbe und ein bisschen Musik und unser Baby darf in die Welt hinaus und sich bekannt machen.

Seine Geburt war keine leichte, aber trotz den heftigen Wehen, den Stimmungsschwankungen, den fiesen verräterischen Spiegelbild, dem ich über die Vorbereitungszeit ausgesetzt war, den Sprüchen, ich sei zu jung für das Cabaret, zu unerfahren, trotz des Selbsthasses und dem Gefühl eine Hochstaplerin mit einer Scheinschwangerschaft zu sein, bin ich jetzt ein stolze Mutter.

Akt 2 – Die Konfrontation

Die Artistin Greekothe Clown GretatheGreat

Nachdem ich die Skizzen immer und immer wieder anschauen, in meinem Kopf ausleben und weiterspinnen musste, war es Zeit das Projekt zu definieren und in eine ordentliche Form zu bringen.

Für mich als Kunstschaffende muss ein Projekt immer ein Rhema haben. Wenn ich das Thema selbst, die Verkleidung gefunden habe, spinne ich im weiteren Prozess das Thema und das Rhema zusammen. Nur so kann meine Herangehensweise an ein Projekt funktionieren.

Ich wusste also, ich möchte Cabaret machen und ich wusste mein Rhema sollte der POST-GENDER werden. Die Hülle und der Inhalt waren gefunden. Ich hatte lange Gespräche in meinem Kopf und mit meinen Freunden, auf welche Art und Weise ein solch komplexes Thema nun die Masse der Film-liebenden erreichen könnte. Ich wollte von Anfang an keinen „Kunstfilm“ machen, ich wollte Genre-Kino machen, Kino, das alle erreichen kann. Mein langjähriger Freund (und auch Exfreund) Pablo Olivari und ich diskutierten viel über den ersten Entwurf. Wir waren uns einig: Ein Post-Gender-Film macht nur dann Sinn, wenn er die Menschen erreichen kann, die nicht schon längst wissen, was Post-Gender ist. Ein Kunstfilm kam daher nicht in Frage. Wir wollten Handlung und Dialoge. Wir wollten das Thema auf spielerische Art und Weise erkunden und das Cabaret, der Zirkus, die Kleinkunst war absolut der Richtige Ort dafür. Und welche Art des Films ist aufreibend, spannend und zieht die Leute an: Der Krimi.

Daraus entstand folgende Logline:

Ein Whodunit-Film, der in einem neuen Club in Frankfurt spielt und mit Artistenshows und der Atmosphäre eines Cabarets im Sinne der 1920‘er Jahre lockt.

Pablo schrieb die erste Version des Drehbuchs, basierend auf meinen Skizzen. Die Identifikationsfiguren Giorgi, Tamara und Esra kamen dazu. Die erste Version war im Grunde schon richtig, nur viel zu lang. Das Gerüst stimmte. Ich musste nur noch mehr darüber nachdenken. Denken: Meine größte Kraft und mein größtes Laster. Es vergingen ein paar Monate.

Ich beschloss erstmal ein Stop Motion-Projekt zu verwirklichen, das schon länger in meinem Kopf fest saß. Ich wählte dieses Projekt ganz bewusst, um mehr Zeit zu gewinnen, denn ich wusste sobald ich mit „dem Cabaret-Krimi“ anfangen würde, ginge kein Weg mehr zurück und ich war noch nicht bereit.

Ich behaupte, dass eine eigene Stop-Motion-Produktion für jeden Filmemacher, der das analoge Kino liebt, der Weg ist den Film vollständig zu begreifen. Nicht nur das ich begriff, dass die Bewegung der High-End-Kameras genauso wie bei der Stop-Motion-Fotografie, durch die Aneinanderreihung von Einzelbildern funktioniert, ich tauchte so auch in jedes Department ein, war Regisseurin, Produzentin, Ausstatterin, Oberbeleuchterin, Kamerafrau zugleich.

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Während dieser Zeit recherchierte ich nebenbei sehr viel über Cabaret, Krimi, Whodunnit. Ich wollte komplett begreifen, was ich da tue. So läuft das bei mir. Ich bin zwar ein impulsiver Mensch, aber wenn es um die Kunst geht, lass ich mir Zeit, bis zu dem Punkt, an dem ich glaube, bereit zu sein. Ich habe hohe Ansprüche an mich selbst.

Ich suchte zwanghaft nach einen Namen für das Projekt. Ich bin schlecht mit Worten, mit Namen, mit Definitionen. Irgendwann kam mir das Wort „Voltaire“ in den Sinn. Ich dachte an die Hipster-Bewegung, die ein solches Wort sicherlich benutzten würde. Ich dachte auch an den Club Voltaire hier in Frankfurt und dann dachte ich : CABARET VOLTAIRE

In meinen Ohren klingelte es: CABARET VOLTAIRE. Klingt nach Underground, klingt nach Frankfurt, nach Aufklärung, nach Kritik. Ich googelte. Konnte es nicht glauben. Es existiert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Cabaret_Voltaire

Der Kreis schloss sich in diesem Moment. Das Stilmittel war gefunden. Der Dadaismus. Es passte alles so perfekt zusammen. Das war der Moment, in dem ich wusste, ich muss diesen Film machen. Es war ein magischer Moment und es passierte noch öfter in der Vorbereitungs- und Findungsphase, dass sich auf einmal ein Kreis schloss und ich das Gefühl hatte, dass es genau so kommen musste.

Zusammen mit Norman Eschenfelder, schrieb ich das Drehbuch noch etliche Male um. Wir legten Karteikarten aus, schoben sie hin und her, bis wir das Gefühl hatten eine runde Geschichte zu haben.

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Christina Ebelt und Hartmut Jahn waren darüber hinaus meine Ansprechpartner für Drehbuch und Konzept. Ohne Frau Ebelt hätte ich den Akt des Drehbuchschreibens niemals so verstanden, wie ich es jetzt tue. Ich schrieb und ließ schreiben und wollte nicht aufhören, bis das Drehbuch perfekt war.

Gleichzeitig suchte ich mir mein Team zusammen und castete Schauspieler. Auf meine Gesuch bei Facebook hin meldeten sich über 50 Schauspieler und alle wollten sie unbedingt mitmachen. Ich war überwältigt, denn ich hatte mich ja klar und deutlich ausgedrückt, das der Kurzfilm CABARET VOLTAIRE ein No-Budget-Film sein würde und dass ich keine Gage auszahlen könne. Ich schaute mir ALLES an. Alles. Alle Show Reels, alle Vitas, alle Fotos. So viele Menschen mit verschiedenen Talenten, so viele Gesichter. Ich war überfordert, wollte die richtige Entscheidung treffen und eigentlich niemanden absagen. Doch so unterschiedlich die Charaktere im Cabaret waren, so unterschiedlich auch meine Wege zu den verschiedenen Schauspielern, die letztendlich, muss ich aufrichtig sagen, für die Rollen perfekt waren.

Akt 3 – Die Peripetie

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Simson Bubbel als der schüchterne introvertierte Giorgi

Simson kam, ich sah ihn und er siegte. Mit der Rolle des Giorgi tat ich mir wirklich schwer jemand passenden zu finden und dann kam Simson auf die Bildfläche. In dem Skype-Gespräch, von Frankfurt nach Berlin, war ich überzeugt: Er war perfekt für die Rolle. Vom Auftreten her, von der Mimik und wie er sprach. Er brachte eigene Gedanken mit ein, die das Projekt weiterbrachten. Ja, der Simson hat es schon wirklich drauf, der Simson hat mich vollkommen überzeugt.

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Freya Kreutzkam als die moderne Femme Fatale Tamara

Für die Rolle der Tamara hatte ich mir im Kopf erstmal ein Püppchen-Gesicht zurecht gelegt. Viele Schauspielerinnen, die sich bei mir meldeten passten äußerlich auf die Rolle, doch bei keiner der Damen hat es bei mir wirklich gefunkt. Dann sah ich Freyas ShowReel und obwohl ich sie mir so niemals als Tamara hätte vorstellen können, war ich sofort in ihren Bann gezogen. Sie ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ich lernte dabei, dass man Schauspieler niemals nach dem Äußeren aussuchen sollte. Ich bin froh, dass ich das gemacht habe, den Freya war die beste Besetzung für diese Rolle. Ihre Person und ihr Charakter gaben der Rolle der Tamara erst die nötige Tiefe die Tamara auch ernst zu nehmen. Darüber hinaus hab ich sie sehr lieb gewonnen.

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Tine Maria Miksch als die taffe skeptische Esra

Die Tine ist schon seit Jahren eine Freundin von mir. Sie ist ein toller Mensch. Sie lässt sich im Leben einfach treiben und es treibt sie stetig an neue Ufer, wo sie alles erkundet, alles wissen möchte, aber auch bald schon wieder auf dem Weg zum nächsten Abenteuer ist. Die Leichtigkeit des Seins habe ich von ihr gelernt und das Karma existiert. Darüber hinaus ist sie auch noch eine tolle Schauspielerin, denn wenn sie ein Projekt angeht, dann macht sie es mit voller Hingabe und Motivation.

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Thania Rodriguez als die süße exotische Burlesque-Tänzerin

Wow. Die Thania, die hat mich während der Dreharbeiten oftmals einfach umgehauen. Sie hat die Rolle perfekt verstanden und perfekt umgesetzt. Ihre Mimik war wahnsinnig gut. Ihre Bewegungen perfekt abgestimmt. Sie ist einfach eine tolle Frau. Ich bin so froh dass sie sich letztendlich doch dafür entschieden hat mitzuspielen, denn sie war einfach die perfekte Besetzung, das wusste ich von dem Moment an, als mein Freund Ben sie mir gezeigt hat.

Schnauzbart Jan Markus Dieckmann als der verführerische Schnauzbart

Mit dem Jan hatte ich eine längere Findungsphase auf Facebook. Ich wollte ihn unbedingt dabei haben, doch fand keine angemessene Rolle für ihn. Der Jan wollte auch unbedingt dabei sein, aber hatte selber während der Drehzeit noch Proben für „Leben und Sterben Edwars des Zweiten von England“ laufen. Wir schrieben hin und her und versuchten einen Platz für ihn im Cabaret Voltaire zu finden. Die Rolle des Schnauzbarts war noch relativ neu und gerade erst hinzugekommen. Daher fiel es mir irgendwann wie Schuppen von den Augen, dass der große stattliche Jan einzig und alleine für diese Rolle in Frage kommt.

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Aetschy als der Direktor und Führer durch das Cabaret

Der Aetschy ist eine kleine Bekanntheit. Jeder, der in Frankfurt was auf sich hält hat wohl seinen Kalender Zuhause an der Wand hängen. Durch meine Vergangenheit als DJane habe ich den unglaublichen Aetschy kennenlernen dürfen und mich sofort in ihn verknallt. Deshalb schrieb ich die Rolle des Direktors genau auf ihn zu. Ich gab ihm viele Freiheiten, er durfte improvisieren und sich selbst einbringen. Aetschy gehörte von Anfang an zum Kern des Cabaret Voltaire.

Jazzy

Jazzy Gabert alias Alpha Female als Greta – The Great, die stärkste Frau der Welt

Ich fühlte mich unglaublich geehrt als die einzige Wrestlerin, die Deutschland zu bieten hat, Alpha Female, mir für die Rolle der Greta zusagte. Lange habe ich nach einer wirklichen starken Frau gesucht und hatte am Ende fast keine Hoffnung mehr. Doch es gibt sie, die starken Frauen und bei ihr ist das nicht nur körperlich. Sie ist einfach eine starke Person und unglaublich sympathisch und witzig. Am liebsten hätte ich alle Tage mit ihr zusammen gedreht.

André

André Hoffmann als der gruselige Anti-Clown

Den André habe ich ziemlich schnell gefunden und wollte ihn unbedingt für die Rolle haben. Es hat etwas gedauert und ich hatte fast aufgegeben, bis sich rausstellte, dass es nur ein Mail-Problem war und er natürlich Lust hatte mitzuspielen. Ich konnte mir einfach niemand besseren als ihn in der Rolle des Creepy Clown vorstellen und er hat seine Rolle mit Bravour gemeistert. Der spontane Applaus aus dem Team nach seinen Szenen bewies es. Auch ihn hätte ich gerne alle Tage dabei gehabt. Er ist ein unglaublich netter Mensch und kann aber auch ganz schön gruselig sein. Interessante Persönlichkeiten sind halt immer ein bisschen ambivalent. „Noch nie nen Clown gesehen?“

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Und zu guter Letzt:

Mathias Bros als die Figur des Marionetten-Messerwerfers Gonzo

Der Mathias wusste als einer der ersten Menschen von dem Projekt. Die Rolle des Messerwerfers war die erste Figur, die ich entwarf und irgendwie fing da alles an. Er wusste schon lange, dass er mal den Messerwerfer spielen soll, ob er geglaubt hat, das es mal Wirklichkeit werden wird? Ich weiß nicht. Ich weiß nur, dass er die Figur richtig verstanden hat, wie ich sie mir damals auf dem Papier ausgemalt habe. Als ich Mathias auf der Bühne sah, wurde mir das Projekt letztendlich so richtig bewusst. Ich hatte den Film gedreht, den ich so lange drehen wollte und Mathias, der gute Mathias spielte den Messerwerfer, die Marionette und zwar genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Und das war nur ein Bruchteil der Figuren, die es im Cabaret Voltaires zu sehen gibt.

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Akt 4 – Die Retardation

Bis zur Fertigstellung bedarf es natürlich noch einiges an Zeit und Konzentration. Das Projekt endete auf keinen Fall mit dem Drehschluss. Das war erst seine Geburt und nun soll das Baby erwachsen werden. Bald wird ein erster Trailer kommen. Der Film selbst wird mit einer geschätzen Länge von 15 Minuten vorraussichtlich bis Ende März fertiggestellt. Dazu braucht es nicht nur mich als Editor, sondern auch noch ein feine Tonabmischung, den Soundtrack, Color Grading…ein guter Übergang um jetzt noch einmal auf mein Team zu verweisen. Mein Team war grandios. Jeder einzelne aus jedem einzelnen Departement hat ganz besondere Arbeit geleistet und sich kreativ eingebracht.

Ich starte mit meiner Ausstattung: Tanja König, Aisha Abo-Mustafa, Yasmeen Al-Kayed und der starken Lara Mack, die letztendlich auch meine Aufnahmeleitung und härteste Mitstreiterin wurde.

Ausstattung

Schaut euch an, was ihr Großartiges geleistet habt. Aus dem Elfer Music Club habt ihr ein echtes Cabaret gemacht und das mit wenigen Mitteln. Großer Dank an der Stelle auch an Wolf, den Clubbetreiber, der mir einfach so aus Nächstenliebe vier Tage seinen Club überlassen hat.

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Auch großes Dankeschön an den Till und an den Gartenplatz Rödelheim, für die Möglichkeit bei ihnen zu drehen und nebenbei in ein alternatives soziales Projekt einzutauchen. DER PLATZ RÖDELHEIM MUSS BLEIBEN!

Noch einmal danke an die wunderbare Lara Mack, ohne die ich wahrscheinlich einen Nervenzusammenbruch bekommen hätte. Ohne die Lara, die als Aufnahmeleitung für Zusammenhalt und Organisation gesorgt hat wäre der Film auf jeden Fall nicht so geworden. Danke für all deine Nerven, die du beim Cabaret Voltaire lassen musstest. Danke für alles, liebe Lara!

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Kamera

Und dann natürlich große Worte an die Herren, ohne die es gar kein Material geben würde. Die Künstler, die Visionäre.

1. Nick Szymczak, der szenische Kameramann und sein Assistent Tristan Blaskowitz. Nick, ich muss schon sagen: WOW. Du bist ein richtig starker Kameramann. Ich sehe Großes auf dich zukommen. Danke, dass du dich gleich am Anfang auf meine Idee hin gemeldet hast und bis zum Ende dabei warst. Danke für deine Geduld und vor allem Danke für die unglaublichen Bilder.

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2. Benjamin Böhm, der dadaistische Kameramann. Lieber Ben, du weißt ja schon, dass du mich sehr inspiriert hast, als wir uns letztes Jahr kennen lernten. Du weißt schon, wie großartig ich dich finde und die Art und Weise, wie du an deine Projekte ran gehst. Die Dada-Kamera zu machen war genau die richtige Aufgabe für dich (Auch wenn du so einiges anderes zusätzlich mitmachen musstest…). Deine spielerische Art, die Dinge zu entdecken und zu experimentieren hat wundervolle Bilder erschaffen. Du hast dem Dadaismus eine Ehre erwiesen.

Julian Merker als Oberbeleuchter und seine Assistenten Linda Gasser und Timon Dangel. Ihr habt so ein tolles Licht gemacht, dass ich beim Sichten oft einfach aufschreien musste,wie gut das Resultat aussah. Eure Arbeit sieht man in jedem einzelnen Shot, in jedem Foto, dass ich in diesem Post hier hochgeladen habe. ❤

Kostüm

Danke, liebe Julie Gaston. Danke, dass du dich freiwillig gemeldet hast, obwohl du mich gar nicht kanntest. Deine Kostümideen waren wundervoll und jeder einzelne Charakter im Cabaret wurde durch dich und Laura Grossbach zu etwas Besonderem. Laura kenne ich schon Jahre. Sie ist die Meisterin im Nähen und Schneidern. Sie hat sogar extra ein Kleid für unsere Tamara genäht, weil wir nichts passendes gefunden haben. Hier auch Lauras Youtube-Kanal, mit Video-Tagebuch über das Kostüm des Cabaret Voltaires.

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Und genauso muss ich die Damen der Maske loben. Tina Wild, Nadine Hertkorn und Vanessa Schiefer meldeten sich alle drei freiwillig für das Projekt und ohne mich zu kennen. Sie haben sich die größte Mühe gegeben die Figuren echt und authentisch aussehen zu lassen. Sie haben Perfektion erreicht. Danke euch. Ich fühle mich geehrt, dass ihr mitgemacht habt.

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Danke an dich, Daniela Maisenbacher. Du hast echt geholfen, wo du nur konntest: Regie, Organisation, Ausstattung, Produktion und ich hoffe du hattest Spaß bei allem. Besonders stark warst du am Ende, als du mit einer eigenen Szene Regie führen durftest. Weiter so.

Ein vorläufiges Danke schon mal an Marko Doll, der schon in der Produktionsphase den Soundtrack begonnen hat und noch daran arbeitet. Ich sage euch, er wird der nächste Danny Elfman sein. Im Teaser Trailer findet man schon mal eine Hörprobe seines Könnens.

Danke an Dennis Heimbürger, der den Schriftzug und das Art Work designt hat und ganz nebenbei noch fürs Catering gekocht hat.

Plakat Direktor

Und an alle derzeit noch Unbebilderten unter euch: DANKE! Danke an die Produktion Cedric Kieffer, der dafür gesorgt hat, das der Film überhaupt produziert wird, obwohl er selber genug zu tun hatte. Danke an JK Valentine und Vanessa Dahl für das Making-off. Danke an das Catering-Team: Max Gilbert (vor allem du musstest was mitmachen), Jueli Kanuma und Dennis Heimbürger. Danke nochmal an das Best Girl Vanessa Dahl (die wirklich so ungefähr alles beim Dreh gemacht hat ohne mit der Wimper zu zucken). Danke an Marius Grein und den leider erkrankten Philipp Grzemba für den guten Ton. und Dank an alle Statisten, Freunde, Bekannte, Kollegen, Internetmenschen, die gekommen sind, um den Film zu befüllen und ihren Körper herzugeben. Danke an alle, die ich vergessen habe.

UND VOR ALLEM:

Danke dir, Marcel oder auch Grieche. Du hast mir die aller schlimmste Bürde genommen und sie teilweise zu deiner eigenen gemacht. Dein Vertrauen in mich und den Film ist das größte Geschenk, dass ich mir vorstellen kann, auch wenn es sich dabei „nur“ um das liebe Geld handelt. DANKE.

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5. Akt  Lösung des Konflikts

In den nächsten Wochen sollen neben dem Film selber Trailer, Poster, Soundtrack und eine Kickstarter-Aktion entstehen. Fakt ist, ich bin erstmal pleite, aber glücklich und ich hoffe, dass ich das Geld, dass ich wieder reinholen muss, durch den Film reinholen kann. Darüber hinaus will ich gerne DVD’s für jeden, der mitgemacht hat produzieren. Das Projekt wird sicherlich noch seine Fühler in alle erdenklichen Richtungen ausstrecken und bis dahin heißt es Geduld üben und über andere Schwierigkeiten hinweg sehen. Und für mich selbst wünsch ich, dass ich dieses wahnsinnige Abenteuer CABARET VOLTAIRE niemals vergessen werde, niemals aus den Augen verliere, was da passiert ist und noch passieren wird. Ich bin vielleicht noch kein hundertprozentig glücklicher Mensch, aber eine glückliche Regisseurin.

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PS: Habt ihr euch den Roman da oben jetzt wirklich durchgelesen, ihr Verrückten? Oder nur Bilder gescrollt? 😉

Wie auch immer. Danke.

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4 Gedanken zu „Willkommen im Cabaret Voltaire

  1. Ja, ich Verrückte hab mir wirklich den ganzen Roman durchgelesen. 😉 Das Projekt ist großartig, du bist ein wahnsinnig toller Mensch und es war eine Ehre, für das Cabaret Säulen zu kleistern. 😉 Jederzeit wieder. War eine gute Entscheidung, sich spontan zu melden. >.< Übrigens: mein Nachname ist Abo-Mostafa. XD

  2. Pingback: Cabaret Voltaire – Information for Backers | jennifervonSchuckmann

  3. Pingback: Feinripp.net » Cabaret Voltaire

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