Cabaret Voltaire – Der Freudensweg zum fertigen Film

Es war einmal Oktober 2015. Der Kurzfilm Cabaret Voltaire ist endlich fertig, das Team hatte eine wundervolle Premiere im Mal Seh’n Kino in Frankfurt.

 

Alle haben ihr Bestes gegeben bis zu dieser Stelle und genau darum wird es nun im Folgenden gehen.

Was ist seit dem Dreh und der erfolgreichen Startnext-Crowdfunding-Kampagne passiert? Ich versuche mich kurz zu halten und abschließend zu meinem ersten irgendwie-Monsterprojekt eine schöne und bebilderte Zusammenfassung abzuliefern.

Alles in einem kann ich aber sagen, dass der wichtigste Aspekt am Filmemachen für mich, auch gerade bei diesem Film, die unglaubliche Hingabe und Kreativität meines Teams war. So viele Menschen, die auf ein Kunstwerk hinarbeiten und sich organisieren. Das finde ich so schön. Ich bin echt stolz auf das was wir geleistet haben und gelohnt hat es sich allemal, allein schon für die Skills.Postcard -Cabaret Voltaire

  1. Startnext

http://startnext.com/cabaret-voltaire-film

Am Anfang war alles ein wenig holprig. Die Hoffnung schwand dahin. Crowdfunder gibt es leider zu viele, mein Funding-Ziel zu hoch, Startnext schon zu inflationär geworden, sagte man mir. Doch dann hat es auf einmal doch geklappt, dank vieler Freunde von mir, aber auch vieler unbekannten Menschen, wie ich mit Entzücken feststellte.

Wenn dir ein fremder Mensch einen Betrag spendet, nur weil ihm deine Kunst, dein Werk gefällt, dann ist das das größte und schönste Gefühl von Anerkennung, das man als Künstler fühlen kann.

Danke an dieser Stelle noch einmal an alle, die mich unterstützt haben und auch hier soll auch Johannes Wagner aus Cuxhaven noch einmal gesondert genannt werden, denn der gute Mann hat dem Cabaret Voltaire einfach mal 500 Euro auf einen Streich gespendet. Ich hoffe doch es war kein unglücklicher Tippfehler, Johnny? 🙂

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Und an dieser Stelle auch ein weiteres großes Danke an die Designerin des Cabaret Voltaire – Daniela Maisenbacher (ihr werdet ihren Namen noch des öfteren lesen), die mit ihrem künstlerischen Geschick Flyer und Poster designte, die geholfen haben die Aktion zu pushen.

Nicht nur das! Daniela hat auch die offizielle Postkarte des Films erschaffen, die auch schon alle Supporter des Films erreicht hat.

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Genauso wie die Tragetaschen, die bestimmt schon ein paar Besorgungen, Einkäufe und sonstwas transportiert haben.

 

2. Schnitt und Color Grading

Der Schnitt war wirklich die bislang schwerste Arbeit für mich in meinem filmischen Lebenslauf und viele Gefühle, wie Verzweiflung, Wut und Unsicherheit durchzogen den Prozess des Schnitts.

Die größte Schwierigkeit bei der Arbeit war das Ausmisten der Szenen. Das Motto: „Kill your Darlings“ trifft leider wirklich zu, wenn man seinen eigenen Film schneidet. Viele Szenen sind rausgeflogen und mit Hilfe meiner Schnittassistenz Lara Mack und der Ratschläge von Petr Eremin war die 31.ste Version des Schnitts dann die richtige.

Finaler Schnitt

Gleichzeitig betätigte sich Daniela Maisenbacher mit dem Color Grading und der Schrift-Animation des Vor-und Nachspanns. Hier ein anschauliches Bild, was man mit Color Grading noch aus dem schon starken Material rausholen kann.

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3. Sounddesign

Philipp Grzemba ist das experimentelle und einzigartige Sounddesign zu verdanken. Philipp zielte dabei auf eine ungewöhnliche Weise des Sounddesigns ab, bei dem die Geräuschkulisse nicht aus der Filmwelt selbst stammt, sondern aus einer anderen, über allem stehenden Scheinwelt kommt. Die Sounds sollen die dadaistische Wirkung der Filmbilder unterstützen und die Atmosphäre des Cabarets untermalen. Hier Philipps Anschauungsvideo. Er schloss mit dem Cabaret Voltaire seinen Bachelor mit seeehr guter Note ab.

 

4. Musikdesign

Marco Doll hat trotz der Entfernung zwischen uns sofort genau gewusst, was ich mir an Musik für das Cabaret vorstellte. Seine Tracks sind von hohem künstlerischen und musikalischem Wert und passen perfekt in das bunte Treiben. Jeder der artistischen Hauptfiguren hat sein eigenes Theme. Marco ist der nächste Danny Elfman der Filmmusik.

 

Zusätzlich gewährte mir die norwegische Zirkus-Rock-Band Major Parkinson einen oder mehrere Songs frei und unentgeltlich zu benutzen. Den Song Euthanasia Rollercoaster fanden Philipp und ich schließlich sehr passend und somit schmückt dieser nun unseren Ab-und Vorspann.

„They know they are going to die“

 

Und noch ein feines Bonbon am Rande. Mein guter Freund Alexis alias Jetzt-Berliner Hip Hop Musiker Master Al schenkte dem Cabaret Voltaire einen eigenen Song. Ich liebe ihn und ihr solltet das auch! 🙂

 

5. Stop-Motion-Vorspann

Meine zweite große Leidenschaft neben der Regie ist die Stop-Motion-Animation. Wie ich bereits in einem früheren Blogbeitrag erwähnte ist sie mein Weg zum Filmemachen gewesen. Daher kam es mir von Anfang an in den Sinn, einen Stop Motion Vorspann für meinen Kurzfilm zu machen. Die Figuren des Cabarets boten sich dafür besonders gut an und auf das Ergebnis bin ich sehr stolz, denn Stop Motion ist etwas, was ich ganz gut kann, dank dem frühen Tim Burton-Einfluss in meinem Leben.

 

6. Poster-Design

Der Künstler Sam Wall aus Cardiff (Wales) hat das offizielle Poster für das Cabaret Voltaire entwickelt. Ich liebe es und unser Schauspieler Aetschy sollte das auch, denn er hat ihn richtig gut getroffen:

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Sam’s Statement zum Design:

„I don’t know why I drew aetschy like that, i like to repeat things to an extreme (in this case, eyes!), i do it with most of my drawings. There is something powerful about it!“

 

7. Making-of

Vanessa Dahl machte sich die Mühe und schnitt liebevoll 4 kleine Making-Of Clips rund um die Arbeit am Set für uns und euch zusammen. Danke Best Girl Vanessa!

 

8. Die DVD-Produktion/ Special Edition

Ich habe während der Postproduktion einiges gelernt. Sogar Dinge, die ich nicht erwartet habe zu lernen.
Die Konzipierung und Herstellung einer Special Edition DVD Box aus MDF-Platten zusammen mit der sehr ambitionierten, wie genialen Schreinerei Luther unter der Leitung von Mathias Knuhr und mit Hilfe von Freund und Schauspieler Mathias Bros ist ebenfalls abgeschlossen und hat alle Supporter erreicht.

 

PS. Ja, man kann noch welche kaufen 😉 Schreib mich einfach an, yo!

Neben diesem Prozess hat Jan Czmok, das Management, dafür gesorgt, dass alles Bildmaterial fleißig auf kleine Runde Scheiben gepresst und in schöne quadratische Plastikhüllen gesteckt wurde. Das Cabaret Voltaire und dessen Supporter erhielten ihre wohlverdiente DVD und ich war froh über das Ende einer doch sehr anstrengenden Crowdfunding-Phase.

 

9. Zweitpremiere im Filmtheater Valentin

Ich liebe es, wenn sich Kreise schließen, wenn man das Gefühl hat, dass es Schicksal und Karma doch gibt. Daher war ich sehr froh darüber, als ich die Zusage bekam, dass mein Filmchen in Frankfurt Höchst im Filmtheater Valentin laufen würde. Dieses schöne feine Kino war das erste Kino, in dem sich die kleine Jenny ihren ersten Film ansah: König der Löwen – The Circle of Life. Ein wunderbarer Lebenskreis, der sich da schloss, nicht wahr?

 

10. Was kommt Jetzt?

Was die Pläne für das Cabaret Voltaire betrifft: Der Kurzfilm wurde schon zu über 40 Festivals überall in der Welt angemeldet und wo ich soeben diesen Beitrag fertig schrieb sah ich das ENDLICH, dass das erste Festival angebissen hat. Ohne scheiß, Leute, ich schreib das hier gerade in voller Aufregung, daher komme ich jetzt schnell zum Schlusswort und sage einfach mal:

Stay Tuned und danke nochmal allen, die das möglich gemacht haben ❤

 

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Das Cabaret Voltaire braucht eure Hilfe!

Hi ihr Menschen, die mich in Zeiten meines Lebens begleitet haben und werden. BITTE NEHMT EUCH KURZ ZEIT FÜR MICH! ICH BRAUCHE EURE HILFE!

https://www.startnext.com/cabaret-voltaire-film

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Ich würde euch allen gerne individuell schreiben, aber das geht leider nicht – Ich wünschte ich hätte so viel Zeit.

Manche von euch wissen es bestimmt schon – es geht um mein Filmprojekt, dass ich letztes Jahr in Frankfurt gedreht habe. Ich hatte ein tolles Team, das unglaublich engagiert war und vor allem hatte ich endlich das Gefühl, dass ich etwas tun kann, dass den Menschen Freude bereitet und sie zum Nachdenken bringt. Es gibt nur ein Problem, das ihr bestimmt alle kennt (denn jeder geht seinen eigenen kreativen Weg):

Wie soll man seine Kunst machen und gleichzeitig Geld verdienen?

Bin ich

  1. Ein Film bedeutet mehrere Stunden Drehzeit am Tag, meistens mindestens 12 Stunden (und ich spreche nicht mal von der Produktion und dem Schnitt). Da bleibt kaum noch Zeit zu arbeiten, wenn man als Student so rumkommen will. Und wenn man arbeitet kommt selten Kunst dabei rum.
  2. Alle Produktionskosten muss der Filmemacher selber tragen. Das bedeutet für die meisten ein Minus auf den Konten, denn die meisten Künstler machen es trotzdem, auch wenn kein Profit in Sicht ist. Weil sie Künstler sind und das ihr(e) Beruf(ung) ist.

Manche von euch kennen mich schon länger, manche erst seit kurzem, manche nur auf eine bestimmte Weise, nur aus einem bestimmten Blickwinkel, aber was ihr euch vllt alle gedacht habt ist, dass die Jenny nicht ganz funktioniert, wenn sie nicht kreativ sein kann. Ich sehe das Filmemachen als meinen Job und ich weiß, ich kann das.

Daher brauche ich jetzt eure aktive Hilfe. Ich will kein Profit machen. Da ich immer arm war und wohl auch arm bleiben werde, strebe ich nicht nach Geld. Ich wünsche mir nur, dass ich leben kann, ohne auszubrennen.

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Ich habe das Cabaret Voltaire gedreht, ein Herzensprojekt, dass ich schon lange im Kopf hatte und nun befindet sich eben dieses Projekt in einer Finanzierungsphase bei Startnext. Startnext ist eine Crowdfunding-Plattform. Crowdfunding bedeutet, dass Projekte über Menschen wie DICH finanziert werden können. Das Ganze ist keine Spendenaktion. Vielmehr geht es darum, dass man Teil eines Projekts wird und es unterstützt. Unterstützung ist das richtige Wort, denn ihr bekommt für eure Unterstützung natürlich etwas zurück, nämlich Kunst 🙂

Ich rechne die Tage oft hin und her – Wenn sich 600 Menschen eine Postkarte mit handsignierter Danksagung leisten würden, wären meine Ausgaben gedeckt. Ich signiere jede einzelne Postkarte selber und schreibe etwas ganz persönliches dazu, dass ich mit der Person teile oder geteilt habe.

Wenn sich 200 Leute den Link zum fertigen Film leisten würden, wären meine Kosten gedeckt. Der Film wird erst mal nicht online zu sehen sein, weil er durchaus das Potential hat auf diversen Filmfestivals zu laufen und diese wollen die exklusiven Rechte.

Wenn sich 100 Menschen die DVD leisten würden, wären meine Kosten gedeckt. Die DVD ist auch wie der Link eine Möglichkeit den Film vor allen anderen zu sehen.

Wenn sich 60 Menschen die Special Edition DVD leisten würden, dann wären meine Kosten gedeckt. Darauf sind noch Making-Off, Interviews und Outtakes, sowie ein exklusiver Einblick in das Cabaret  zu finden.

Darüber hinaus gibt es noch mehr Möglichkeiten und Goodies.

Wenn ihr euch also vorstellen könnt, ein Teil dieses Prozesses zu sein und mich zu unterstützen würden 5 Euro schon helfen. Auch den Link einfach zu teilen und zu verbreiten ist etwas, dass dem Projekt guttun würde.

Auf Startnext geht das ganze ganz einfach. Man kann ganz einfach per Paypal oder Überweisung bezahlen und man kann sich dort über Facebook registrieren.

Wenn die Gesamtsumme nicht finanziert wird, bekomme ich garnichts. So läuft das. Im Moment ist ein Zehntel der Summe finanziert. Ich hoffe ihr könnt oder wollt mir weiterhelfen.

Ihr könnt auch gerne nächsten Freitag (6.3.) ins Orange Peel nach Frankfurt kommen. Dort ist das Cabaret mit Trailer und Trara zu Gast.

https://www.facebook.com/events/337838926422010/

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Wenn nicht, dann hab ich es wenigstens versucht 😉 Hier der Link und bis bald, ihr Freaks ❤

https://www.startnext.com/cabaret-voltaire-film

Cabaret Voltaire – Information for Backers

Due to my upcoming Startnext-Funding-Action, which will hopefully be sucessful, I’m now writing an english Blog Post with everything in it that has evolved during the Last Month after Shooting. Maybe some short introduction as well:

FundsacheHi. That is me with a thrifted deer’s jawbone in my hand. I am a morbid kind of girl. I like Skeletons, Creepy Dolls, Creepy Masks, Halloween and Horror movies, moldy furniture and bedraggled places

Kind  That’s me again. I am a little child as well. I like Ponys and Glitter, dresses and lace, plastic toys, rabbits, pink and pastel  everything.

And this is the Team of the Short Film I made, called CABARET VOLTAIRE

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We were a very very motivated and hard working group of so many wonderful people and still are. We call ourselves The Voltairians and I am their Leader. I am a Director and that’s want I want to do for my life – Making Movies.

It was my dream to make a movie about Cabaret, about a murder, about POST-GENDER and now it’s there, packed in little digital files and ready to be put together.

Schnitt

BUT, I also did this project on a high risk of not being able to get the money back in, that I actually spend. The last month of pre-production went by so fast, that I could not think about crowdfunding or anything before the shooting.

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I had some doubts, because I couldn’t let anything or anyone or any circumstance stop me doing this project. I just couldn’t. Maybe you think it’s irrational. Yes, it was. It is. But when it comes to art, I am an irrational character. It’s the most important thing in my life. And I hope someday i will somehow get paid for doing it.

Now I’m doing the first step by THE ART OF ASKING.

If you love Film and Cabaret, Art and Thriller, Post-Gender-Feminism and Artists, please spare some money, so I can pay back 2000 Euros to a very great friend and also to produce some DVD’s, Posters and more for backers and my team.

Our short-film is staged in the Cabaret Voltaire, a club in Germany, that opens with artists and the atmospere of a Cabaret in the 1920’s. Three young adults have tickets to the show, tickets to be murdered. But they don’t know yet.

Aetschy

See some pictures Behind the Scenes:

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We have a Creepy Clown.   We have the worlds most strongest woman.  A puppet and knife-thrower

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We have Aetschy – The Leader.      And soooo much more.

For more pictures and some german words you can also see a previous Blog entry of mine:

https://jennifervonschuckmann.wordpress.com/2015/01/03/willkommen-im-cabaret-voltaire/

AND FINALLY, HERE IS THE TRAILER. THANK YOU FOR STOPPING BY AND MAYBE ALSO FOR A LITTLE EXTRA HELP.

Yours,

Jennifer von Schuckmann

Ask Matt: Can a Gay Man Love a Trans Woman?

Schritt 1 für den nächsten Film: Recherche

Matt Kailey's Tranifesto

Question MarkA reader writes: „I am a gay man and have no doubts really about that. I was late in coming out after being married and having children. However, 15 months ago I started a relationship with a guy who I had met several years earlier and who also was previously married with children.

„After we had been dating for six or seven months, he started to talk about how he really liked dressing as a girl and felt he should have been born a girl. I did know he was always quite fem and liked fem things and that was part of my attraction to him.

„Well, now he is well into transition to her, including name change and hormone treatments, and is fully out to family and work. I have supported this transition because I loved/love him/her and know that it was making her happy and it was what…

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Willkommen im Cabaret Voltaire

An die Menschen, die Kunst lieben, Kunst machen, sie unterstützen und Kunst als Teil ihres Lebens sehen.

Mein erster Blog-Eintrag.

Akt 1 – Die Exposition

Jennifer von Schuckmann, 26 Jahre, Filmemacherin von Berufung.

Schon seit ich klein bin, wollte ich immer nur Künstlerin sein. So fangen wohl fast alle Künstler-Biografien an, und setzten sich mit Schmerz und Leid, Angst, Mobbing, einer schweren Pubertät, der Suche nach einem Platz in dieser Welt fort. Es ist wirklich schwer sich selbst Künstler zu nennen, denn es klingt doch gleich schon ein bisschen snobistisch und ja, irgendwie brotlos. Für mich gibt es keinen anderen „Job“, den ich ein Leben lang machen wollen würde, der mich wirklich zufrieden machen würde, außer diesem. Ich war versuchsweise schon vieles: Kellnerin, Mamsell, Kinderbetreuungstante, DJane, Musical-Star in Spe, Pädagogin, Kunstwissenschaftlerin, Japanologin, Projektionistin und was weiß ich noch. Alle diese Jobs sind auf ihre weise richtig und gut gewesen und haben mich im Leben weitergebracht, nur fand ich dort nichtwirklich was ich gesucht habe.

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Schon seit ich denken kann, denke ich zu viel.

Es gibt Stimmen in meinem Kopf, eigene, fremde, laute, leise, kreisende und abrupt stoppende. Ich erinnere mich, dass ich als Kind im Bett lag, zur Decke schauend und mich vor der Welt fürchtend, vor dem Lebendig-sein, vor dem Tod-sein. Nur ein Gedanke holte mich immer wieder aus dem ständigen Wirbel: ~Eines Tages wirst du mal etwas tun, dass den Menschen gefällt. Eines Tages werden die Leute lieben was du tust.~ Ich knuddelte eines meiner 10.000 Stofftiere und schlief in diesen Gedanken gehüllt, ein.comic

Das Mädchen, dass damals zeichnete wie eine Besessene, seit sie mit ihrem ersten festen Griff einen Stift in die Hand nehmen könnte, ist heute Filmemacherin geworden.

Mit sechs Jahren sah ich zum ersten Mal Tim Burton’s Nightmare Before Christmas. Ich liebte den Film von Anfang an. Ich liebte seine Magie, seine Zaubertricks. Ich liebte seine Reduzierung auf die wichtigen Momente, auf den roten Faden. Mein Leben sollte auch so ablaufen. Perfektes Timing, keine überflüssigen Szenen, ein super Soundtrack. Und dann sollte 20 Jahre später das Projekt kommen.

CABARET VOLTAIRE

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Mein erster, richtig ernst gemeinter Kurzfilm ist abgedreht und die Entwicklung, die das Projekt innerhalb eines Jahres genommen hat, ist unglaublich. Während der Postproduktion, meistens waren es um die 12 Stunden Arbeit am Tag (planen, koordinieren, Mails schreiben, Departements verknüpfen, mich mit dem Team treffen und skypen) kam mir alles immer recht unreal vor. Das Projekt existierte auf dem Papier, in der Dropbox, doch so richtig vorstellen konnte ich es mir noch nicht. Dabei war es schon real und das ist alleine den Leuten zu verdanken, die ihre Kreativität, ihre Arbeit, ihren Verstand und ihren Körper in der Produktion in das Projekt gesteckt haben.

Das CABARET VOLTAIRE ist Wirklichkeit geworden und es ist ein unglaubliches Gefühl als Filmemacherin zu wissen, dass das Baby endlich auf der Welt ist. Ich erinnere mich noch gut an seine Entstehung. Süße kleine Skizzen, die ich in eins meiner Skizzenbücher kritzelte. Ich zeigte sie meinen Freunden.

„Mathias, schau mal so ne fixe Idee von mir. Ein Marionetten-Messerwerfer, der von seinen Schnüren los geschnitten wird. Die Messer sind seine Rettung vor der Unmündigkeit und seine Waffe…blablabla…Willst du ihn eines Tages spielen?“

„Ja, geil, Jenny.“

MarionettenMesserwerfer

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UN-BE-GREIF-LICH.

Und ich sage euch: Wir haben großartige Arbeit geschaffen. Jeder im Team hat seine Liebe dazu gegeben. Jeder wollte, dass es perfekt wird. Unser Baby ist wirklich wunderschön geworden. Das kann ich schon jetzt sagen, obwohl sich das Material noch im Tabula Rasa Zustand befindet.

Die einzelnen Teile unseres Babys müssen jetzt zusammen getragen werden, es folgt eine Beschneidung, die aber, keine Angst, nicht schmerzhaft sein, sondern dem Baby den richtigen Schneid verleihen wird. Zuletzt noch ein wenig Make-up, ein bisschen Farbe und ein bisschen Musik und unser Baby darf in die Welt hinaus und sich bekannt machen.

Seine Geburt war keine leichte, aber trotz den heftigen Wehen, den Stimmungsschwankungen, den fiesen verräterischen Spiegelbild, dem ich über die Vorbereitungszeit ausgesetzt war, den Sprüchen, ich sei zu jung für das Cabaret, zu unerfahren, trotz des Selbsthasses und dem Gefühl eine Hochstaplerin mit einer Scheinschwangerschaft zu sein, bin ich jetzt ein stolze Mutter.

Akt 2 – Die Konfrontation

Die Artistin Greekothe Clown GretatheGreat

Nachdem ich die Skizzen immer und immer wieder anschauen, in meinem Kopf ausleben und weiterspinnen musste, war es Zeit das Projekt zu definieren und in eine ordentliche Form zu bringen.

Für mich als Kunstschaffende muss ein Projekt immer ein Rhema haben. Wenn ich das Thema selbst, die Verkleidung gefunden habe, spinne ich im weiteren Prozess das Thema und das Rhema zusammen. Nur so kann meine Herangehensweise an ein Projekt funktionieren.

Ich wusste also, ich möchte Cabaret machen und ich wusste mein Rhema sollte der POST-GENDER werden. Die Hülle und der Inhalt waren gefunden. Ich hatte lange Gespräche in meinem Kopf und mit meinen Freunden, auf welche Art und Weise ein solch komplexes Thema nun die Masse der Film-liebenden erreichen könnte. Ich wollte von Anfang an keinen „Kunstfilm“ machen, ich wollte Genre-Kino machen, Kino, das alle erreichen kann. Mein langjähriger Freund (und auch Exfreund) Pablo Olivari und ich diskutierten viel über den ersten Entwurf. Wir waren uns einig: Ein Post-Gender-Film macht nur dann Sinn, wenn er die Menschen erreichen kann, die nicht schon längst wissen, was Post-Gender ist. Ein Kunstfilm kam daher nicht in Frage. Wir wollten Handlung und Dialoge. Wir wollten das Thema auf spielerische Art und Weise erkunden und das Cabaret, der Zirkus, die Kleinkunst war absolut der Richtige Ort dafür. Und welche Art des Films ist aufreibend, spannend und zieht die Leute an: Der Krimi.

Daraus entstand folgende Logline:

Ein Whodunit-Film, der in einem neuen Club in Frankfurt spielt und mit Artistenshows und der Atmosphäre eines Cabarets im Sinne der 1920‘er Jahre lockt.

Pablo schrieb die erste Version des Drehbuchs, basierend auf meinen Skizzen. Die Identifikationsfiguren Giorgi, Tamara und Esra kamen dazu. Die erste Version war im Grunde schon richtig, nur viel zu lang. Das Gerüst stimmte. Ich musste nur noch mehr darüber nachdenken. Denken: Meine größte Kraft und mein größtes Laster. Es vergingen ein paar Monate.

Ich beschloss erstmal ein Stop Motion-Projekt zu verwirklichen, das schon länger in meinem Kopf fest saß. Ich wählte dieses Projekt ganz bewusst, um mehr Zeit zu gewinnen, denn ich wusste sobald ich mit „dem Cabaret-Krimi“ anfangen würde, ginge kein Weg mehr zurück und ich war noch nicht bereit.

Ich behaupte, dass eine eigene Stop-Motion-Produktion für jeden Filmemacher, der das analoge Kino liebt, der Weg ist den Film vollständig zu begreifen. Nicht nur das ich begriff, dass die Bewegung der High-End-Kameras genauso wie bei der Stop-Motion-Fotografie, durch die Aneinanderreihung von Einzelbildern funktioniert, ich tauchte so auch in jedes Department ein, war Regisseurin, Produzentin, Ausstatterin, Oberbeleuchterin, Kamerafrau zugleich.

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Während dieser Zeit recherchierte ich nebenbei sehr viel über Cabaret, Krimi, Whodunnit. Ich wollte komplett begreifen, was ich da tue. So läuft das bei mir. Ich bin zwar ein impulsiver Mensch, aber wenn es um die Kunst geht, lass ich mir Zeit, bis zu dem Punkt, an dem ich glaube, bereit zu sein. Ich habe hohe Ansprüche an mich selbst.

Ich suchte zwanghaft nach einen Namen für das Projekt. Ich bin schlecht mit Worten, mit Namen, mit Definitionen. Irgendwann kam mir das Wort „Voltaire“ in den Sinn. Ich dachte an die Hipster-Bewegung, die ein solches Wort sicherlich benutzten würde. Ich dachte auch an den Club Voltaire hier in Frankfurt und dann dachte ich : CABARET VOLTAIRE

In meinen Ohren klingelte es: CABARET VOLTAIRE. Klingt nach Underground, klingt nach Frankfurt, nach Aufklärung, nach Kritik. Ich googelte. Konnte es nicht glauben. Es existiert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Cabaret_Voltaire

Der Kreis schloss sich in diesem Moment. Das Stilmittel war gefunden. Der Dadaismus. Es passte alles so perfekt zusammen. Das war der Moment, in dem ich wusste, ich muss diesen Film machen. Es war ein magischer Moment und es passierte noch öfter in der Vorbereitungs- und Findungsphase, dass sich auf einmal ein Kreis schloss und ich das Gefühl hatte, dass es genau so kommen musste.

Zusammen mit Norman Eschenfelder, schrieb ich das Drehbuch noch etliche Male um. Wir legten Karteikarten aus, schoben sie hin und her, bis wir das Gefühl hatten eine runde Geschichte zu haben.

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Christina Ebelt und Hartmut Jahn waren darüber hinaus meine Ansprechpartner für Drehbuch und Konzept. Ohne Frau Ebelt hätte ich den Akt des Drehbuchschreibens niemals so verstanden, wie ich es jetzt tue. Ich schrieb und ließ schreiben und wollte nicht aufhören, bis das Drehbuch perfekt war.

Gleichzeitig suchte ich mir mein Team zusammen und castete Schauspieler. Auf meine Gesuch bei Facebook hin meldeten sich über 50 Schauspieler und alle wollten sie unbedingt mitmachen. Ich war überwältigt, denn ich hatte mich ja klar und deutlich ausgedrückt, das der Kurzfilm CABARET VOLTAIRE ein No-Budget-Film sein würde und dass ich keine Gage auszahlen könne. Ich schaute mir ALLES an. Alles. Alle Show Reels, alle Vitas, alle Fotos. So viele Menschen mit verschiedenen Talenten, so viele Gesichter. Ich war überfordert, wollte die richtige Entscheidung treffen und eigentlich niemanden absagen. Doch so unterschiedlich die Charaktere im Cabaret waren, so unterschiedlich auch meine Wege zu den verschiedenen Schauspielern, die letztendlich, muss ich aufrichtig sagen, für die Rollen perfekt waren.

Akt 3 – Die Peripetie

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Simson Bubbel als der schüchterne introvertierte Giorgi

Simson kam, ich sah ihn und er siegte. Mit der Rolle des Giorgi tat ich mir wirklich schwer jemand passenden zu finden und dann kam Simson auf die Bildfläche. In dem Skype-Gespräch, von Frankfurt nach Berlin, war ich überzeugt: Er war perfekt für die Rolle. Vom Auftreten her, von der Mimik und wie er sprach. Er brachte eigene Gedanken mit ein, die das Projekt weiterbrachten. Ja, der Simson hat es schon wirklich drauf, der Simson hat mich vollkommen überzeugt.

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Freya Kreutzkam als die moderne Femme Fatale Tamara

Für die Rolle der Tamara hatte ich mir im Kopf erstmal ein Püppchen-Gesicht zurecht gelegt. Viele Schauspielerinnen, die sich bei mir meldeten passten äußerlich auf die Rolle, doch bei keiner der Damen hat es bei mir wirklich gefunkt. Dann sah ich Freyas ShowReel und obwohl ich sie mir so niemals als Tamara hätte vorstellen können, war ich sofort in ihren Bann gezogen. Sie ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ich lernte dabei, dass man Schauspieler niemals nach dem Äußeren aussuchen sollte. Ich bin froh, dass ich das gemacht habe, den Freya war die beste Besetzung für diese Rolle. Ihre Person und ihr Charakter gaben der Rolle der Tamara erst die nötige Tiefe die Tamara auch ernst zu nehmen. Darüber hinaus hab ich sie sehr lieb gewonnen.

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Tine Maria Miksch als die taffe skeptische Esra

Die Tine ist schon seit Jahren eine Freundin von mir. Sie ist ein toller Mensch. Sie lässt sich im Leben einfach treiben und es treibt sie stetig an neue Ufer, wo sie alles erkundet, alles wissen möchte, aber auch bald schon wieder auf dem Weg zum nächsten Abenteuer ist. Die Leichtigkeit des Seins habe ich von ihr gelernt und das Karma existiert. Darüber hinaus ist sie auch noch eine tolle Schauspielerin, denn wenn sie ein Projekt angeht, dann macht sie es mit voller Hingabe und Motivation.

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Thania Rodriguez als die süße exotische Burlesque-Tänzerin

Wow. Die Thania, die hat mich während der Dreharbeiten oftmals einfach umgehauen. Sie hat die Rolle perfekt verstanden und perfekt umgesetzt. Ihre Mimik war wahnsinnig gut. Ihre Bewegungen perfekt abgestimmt. Sie ist einfach eine tolle Frau. Ich bin so froh dass sie sich letztendlich doch dafür entschieden hat mitzuspielen, denn sie war einfach die perfekte Besetzung, das wusste ich von dem Moment an, als mein Freund Ben sie mir gezeigt hat.

Schnauzbart Jan Markus Dieckmann als der verführerische Schnauzbart

Mit dem Jan hatte ich eine längere Findungsphase auf Facebook. Ich wollte ihn unbedingt dabei haben, doch fand keine angemessene Rolle für ihn. Der Jan wollte auch unbedingt dabei sein, aber hatte selber während der Drehzeit noch Proben für „Leben und Sterben Edwars des Zweiten von England“ laufen. Wir schrieben hin und her und versuchten einen Platz für ihn im Cabaret Voltaire zu finden. Die Rolle des Schnauzbarts war noch relativ neu und gerade erst hinzugekommen. Daher fiel es mir irgendwann wie Schuppen von den Augen, dass der große stattliche Jan einzig und alleine für diese Rolle in Frage kommt.

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Aetschy als der Direktor und Führer durch das Cabaret

Der Aetschy ist eine kleine Bekanntheit. Jeder, der in Frankfurt was auf sich hält hat wohl seinen Kalender Zuhause an der Wand hängen. Durch meine Vergangenheit als DJane habe ich den unglaublichen Aetschy kennenlernen dürfen und mich sofort in ihn verknallt. Deshalb schrieb ich die Rolle des Direktors genau auf ihn zu. Ich gab ihm viele Freiheiten, er durfte improvisieren und sich selbst einbringen. Aetschy gehörte von Anfang an zum Kern des Cabaret Voltaire.

Jazzy

Jazzy Gabert alias Alpha Female als Greta – The Great, die stärkste Frau der Welt

Ich fühlte mich unglaublich geehrt als die einzige Wrestlerin, die Deutschland zu bieten hat, Alpha Female, mir für die Rolle der Greta zusagte. Lange habe ich nach einer wirklichen starken Frau gesucht und hatte am Ende fast keine Hoffnung mehr. Doch es gibt sie, die starken Frauen und bei ihr ist das nicht nur körperlich. Sie ist einfach eine starke Person und unglaublich sympathisch und witzig. Am liebsten hätte ich alle Tage mit ihr zusammen gedreht.

André

André Hoffmann als der gruselige Anti-Clown

Den André habe ich ziemlich schnell gefunden und wollte ihn unbedingt für die Rolle haben. Es hat etwas gedauert und ich hatte fast aufgegeben, bis sich rausstellte, dass es nur ein Mail-Problem war und er natürlich Lust hatte mitzuspielen. Ich konnte mir einfach niemand besseren als ihn in der Rolle des Creepy Clown vorstellen und er hat seine Rolle mit Bravour gemeistert. Der spontane Applaus aus dem Team nach seinen Szenen bewies es. Auch ihn hätte ich gerne alle Tage dabei gehabt. Er ist ein unglaublich netter Mensch und kann aber auch ganz schön gruselig sein. Interessante Persönlichkeiten sind halt immer ein bisschen ambivalent. „Noch nie nen Clown gesehen?“

Mathias

Und zu guter Letzt:

Mathias Bros als die Figur des Marionetten-Messerwerfers Gonzo

Der Mathias wusste als einer der ersten Menschen von dem Projekt. Die Rolle des Messerwerfers war die erste Figur, die ich entwarf und irgendwie fing da alles an. Er wusste schon lange, dass er mal den Messerwerfer spielen soll, ob er geglaubt hat, das es mal Wirklichkeit werden wird? Ich weiß nicht. Ich weiß nur, dass er die Figur richtig verstanden hat, wie ich sie mir damals auf dem Papier ausgemalt habe. Als ich Mathias auf der Bühne sah, wurde mir das Projekt letztendlich so richtig bewusst. Ich hatte den Film gedreht, den ich so lange drehen wollte und Mathias, der gute Mathias spielte den Messerwerfer, die Marionette und zwar genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Und das war nur ein Bruchteil der Figuren, die es im Cabaret Voltaires zu sehen gibt.

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Akt 4 – Die Retardation

Bis zur Fertigstellung bedarf es natürlich noch einiges an Zeit und Konzentration. Das Projekt endete auf keinen Fall mit dem Drehschluss. Das war erst seine Geburt und nun soll das Baby erwachsen werden. Bald wird ein erster Trailer kommen. Der Film selbst wird mit einer geschätzen Länge von 15 Minuten vorraussichtlich bis Ende März fertiggestellt. Dazu braucht es nicht nur mich als Editor, sondern auch noch ein feine Tonabmischung, den Soundtrack, Color Grading…ein guter Übergang um jetzt noch einmal auf mein Team zu verweisen. Mein Team war grandios. Jeder einzelne aus jedem einzelnen Departement hat ganz besondere Arbeit geleistet und sich kreativ eingebracht.

Ich starte mit meiner Ausstattung: Tanja König, Aisha Abo-Mustafa, Yasmeen Al-Kayed und der starken Lara Mack, die letztendlich auch meine Aufnahmeleitung und härteste Mitstreiterin wurde.

Ausstattung

Schaut euch an, was ihr Großartiges geleistet habt. Aus dem Elfer Music Club habt ihr ein echtes Cabaret gemacht und das mit wenigen Mitteln. Großer Dank an der Stelle auch an Wolf, den Clubbetreiber, der mir einfach so aus Nächstenliebe vier Tage seinen Club überlassen hat.

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Auch großes Dankeschön an den Till und an den Gartenplatz Rödelheim, für die Möglichkeit bei ihnen zu drehen und nebenbei in ein alternatives soziales Projekt einzutauchen. DER PLATZ RÖDELHEIM MUSS BLEIBEN!

Noch einmal danke an die wunderbare Lara Mack, ohne die ich wahrscheinlich einen Nervenzusammenbruch bekommen hätte. Ohne die Lara, die als Aufnahmeleitung für Zusammenhalt und Organisation gesorgt hat wäre der Film auf jeden Fall nicht so geworden. Danke für all deine Nerven, die du beim Cabaret Voltaire lassen musstest. Danke für alles, liebe Lara!

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Kamera

Und dann natürlich große Worte an die Herren, ohne die es gar kein Material geben würde. Die Künstler, die Visionäre.

1. Nick Szymczak, der szenische Kameramann und sein Assistent Tristan Blaskowitz. Nick, ich muss schon sagen: WOW. Du bist ein richtig starker Kameramann. Ich sehe Großes auf dich zukommen. Danke, dass du dich gleich am Anfang auf meine Idee hin gemeldet hast und bis zum Ende dabei warst. Danke für deine Geduld und vor allem Danke für die unglaublichen Bilder.

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2. Benjamin Böhm, der dadaistische Kameramann. Lieber Ben, du weißt ja schon, dass du mich sehr inspiriert hast, als wir uns letztes Jahr kennen lernten. Du weißt schon, wie großartig ich dich finde und die Art und Weise, wie du an deine Projekte ran gehst. Die Dada-Kamera zu machen war genau die richtige Aufgabe für dich (Auch wenn du so einiges anderes zusätzlich mitmachen musstest…). Deine spielerische Art, die Dinge zu entdecken und zu experimentieren hat wundervolle Bilder erschaffen. Du hast dem Dadaismus eine Ehre erwiesen.

Julian Merker als Oberbeleuchter und seine Assistenten Linda Gasser und Timon Dangel. Ihr habt so ein tolles Licht gemacht, dass ich beim Sichten oft einfach aufschreien musste,wie gut das Resultat aussah. Eure Arbeit sieht man in jedem einzelnen Shot, in jedem Foto, dass ich in diesem Post hier hochgeladen habe. ❤

Kostüm

Danke, liebe Julie Gaston. Danke, dass du dich freiwillig gemeldet hast, obwohl du mich gar nicht kanntest. Deine Kostümideen waren wundervoll und jeder einzelne Charakter im Cabaret wurde durch dich und Laura Grossbach zu etwas Besonderem. Laura kenne ich schon Jahre. Sie ist die Meisterin im Nähen und Schneidern. Sie hat sogar extra ein Kleid für unsere Tamara genäht, weil wir nichts passendes gefunden haben. Hier auch Lauras Youtube-Kanal, mit Video-Tagebuch über das Kostüm des Cabaret Voltaires.

Make up 2

Und genauso muss ich die Damen der Maske loben. Tina Wild, Nadine Hertkorn und Vanessa Schiefer meldeten sich alle drei freiwillig für das Projekt und ohne mich zu kennen. Sie haben sich die größte Mühe gegeben die Figuren echt und authentisch aussehen zu lassen. Sie haben Perfektion erreicht. Danke euch. Ich fühle mich geehrt, dass ihr mitgemacht habt.

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Danke an dich, Daniela Maisenbacher. Du hast echt geholfen, wo du nur konntest: Regie, Organisation, Ausstattung, Produktion und ich hoffe du hattest Spaß bei allem. Besonders stark warst du am Ende, als du mit einer eigenen Szene Regie führen durftest. Weiter so.

Ein vorläufiges Danke schon mal an Marko Doll, der schon in der Produktionsphase den Soundtrack begonnen hat und noch daran arbeitet. Ich sage euch, er wird der nächste Danny Elfman sein. Im Teaser Trailer findet man schon mal eine Hörprobe seines Könnens.

Danke an Dennis Heimbürger, der den Schriftzug und das Art Work designt hat und ganz nebenbei noch fürs Catering gekocht hat.

Plakat Direktor

Und an alle derzeit noch Unbebilderten unter euch: DANKE! Danke an die Produktion Cedric Kieffer, der dafür gesorgt hat, das der Film überhaupt produziert wird, obwohl er selber genug zu tun hatte. Danke an JK Valentine und Vanessa Dahl für das Making-off. Danke an das Catering-Team: Max Gilbert (vor allem du musstest was mitmachen), Jueli Kanuma und Dennis Heimbürger. Danke nochmal an das Best Girl Vanessa Dahl (die wirklich so ungefähr alles beim Dreh gemacht hat ohne mit der Wimper zu zucken). Danke an Marius Grein und den leider erkrankten Philipp Grzemba für den guten Ton. und Dank an alle Statisten, Freunde, Bekannte, Kollegen, Internetmenschen, die gekommen sind, um den Film zu befüllen und ihren Körper herzugeben. Danke an alle, die ich vergessen habe.

UND VOR ALLEM:

Danke dir, Marcel oder auch Grieche. Du hast mir die aller schlimmste Bürde genommen und sie teilweise zu deiner eigenen gemacht. Dein Vertrauen in mich und den Film ist das größte Geschenk, dass ich mir vorstellen kann, auch wenn es sich dabei „nur“ um das liebe Geld handelt. DANKE.

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5. Akt  Lösung des Konflikts

In den nächsten Wochen sollen neben dem Film selber Trailer, Poster, Soundtrack und eine Kickstarter-Aktion entstehen. Fakt ist, ich bin erstmal pleite, aber glücklich und ich hoffe, dass ich das Geld, dass ich wieder reinholen muss, durch den Film reinholen kann. Darüber hinaus will ich gerne DVD’s für jeden, der mitgemacht hat produzieren. Das Projekt wird sicherlich noch seine Fühler in alle erdenklichen Richtungen ausstrecken und bis dahin heißt es Geduld üben und über andere Schwierigkeiten hinweg sehen. Und für mich selbst wünsch ich, dass ich dieses wahnsinnige Abenteuer CABARET VOLTAIRE niemals vergessen werde, niemals aus den Augen verliere, was da passiert ist und noch passieren wird. Ich bin vielleicht noch kein hundertprozentig glücklicher Mensch, aber eine glückliche Regisseurin.

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PS: Habt ihr euch den Roman da oben jetzt wirklich durchgelesen, ihr Verrückten? Oder nur Bilder gescrollt? 😉

Wie auch immer. Danke.